8 mögliche Veränderungen
der Augen im Alter

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Graue Haare, Falten, nachlassende Sehkraft – mit dem Alter verändert sich der ganze Körper, auch die Augen. Erfahren Sie mehr zu den 8 häufigen Alterserscheinungen der Augen, welche Veränderungen natürlich sind und warum regelmässige augenärztliche Untersuchungen wichtig sind.

  • 1. Schwierigkeiten beim Lesen von Kleingedrucktem

    Alterssichtigkeit (Presbyopie) ist die wohl typischste Alterserscheinung der Augen. Sie beginnt meist zwischen 40 und 50 Jahren. Die Linse verliert mit dem Alter ihre Elastizität, sodass sie in die Nähe nicht mehr so gut scharf stellen kann. Dadurch werden Tätigkeiten im Nahbereich, wie etwa Lesen oder Nähen, schwieriger. Eine Lese- oder Gleitsichtbrille kann helfen.

  • 2. Schwierigkeiten beim Sehen in der Nacht

    Ältere Erwachsene stellen möglicherweise fest, dass ihre Augen länger als früher brauchen, um sich an Dunkelheit anzupassen und zu fokussieren. Studien deuten darauf hin, dass die Stäbchenzellen des Auges, die für das Sehen bei schwachem Licht verantwortlich sind, mit zunehmendem Alter schwächer werden. Daher wird das Autofahren bei Nacht oder auch bei schlechtem Wetter schwieriger.

  • 3. Objekte verschmelzen mit dem Hintergrund

    Es kann schwieriger werden, Objekte von einem Hintergrund ähnlicher Farbe zu unterscheiden, etwa eine weisse Tasse auf einem weissen Tisch. Dies stellt einen Verlust der Kontrastempfindlichkeit dar.

  • 4. «Fliegende» Punkte und/oder Flecken

    Die Beschaffenheit des Glaskörpers – der gelartigen Substanz, die das Innere des Auges füllt – kann sich mit dem Alter verändern. Das Gel kann dicker werden oder schrumpfen, dabei bilden sich winzige Klumpen, die wir als schwarze Punkte und/oder Flecken wahrnehmen, die ähnlich wie Mücken (Mouches volantes) durchs Bild «fliegen». Dies ist normalerweise harmlos. Wenn Sie jedoch plötzlich viel mehr Punkte oder Flecken sehen, sollten Sie Ihre Augenärztin oder Ihren Augenarzt aufsuchen.

  • 5. Blendempfindlichkeit

    Ältere Erwachsene können zunehmend empfindlich auf Blendungen oder helles Sonnenlicht reagieren. Gute Möglichkeiten, die Beschwerden zu lindern, sind:
    ✓ die Beleuchtung im Haus anzupassen,
    ✓ die Augen mit einer Sonnenbrille und einem breitkrempigen Hut zu schützen, und
    ✓ bei digitalen Geräten einen matten Bildschirmfilter zu verwenden.

  • 6. Diabetische Retinopathie

    Der Typ-2-Diabetes ist in der Schweiz weit verbreitet und manifestiert sich in der Regel erst jenseits des 40. Lebensjahres. Ein längerfristig erhöhter Blutzuckerspiegel kann die sensiblen Nerven und Blutgefässe in der Netzhaut schädigen, sodass Sehstörungen auftreten. Die sogenannte diabetische Retinopathie kann bis zur Erblindung führen. Es gibt Laserbehandlungen oder Medikamente zur Behandlung. Auch eine Anpassung des Lebensstils und der Essgewohnheiten ist nötig, um den erhöhten Blutzuckerwert in den Normalbereich zu bringen.

  • 7. Grauer Star (Katarakt)

    Der graue Star (Katarakt) ist eine natürliche Trübung der Augenlinse. Es gelangt nicht mehr genügend Licht auf die Netzhaut und das Sehvermögen verschlechtert sich. Ein grauer Star tritt vermehrt ab einem Alter von 60 Jahren auf. Die einzige wirksame Therapie ist eine Operation. Dabei handelt es sich um einen etablierten Routineeingriff, bei dem die getrübte Linse durch eine klare Kunstlinse ersetzt wird.
    Weitere Informationen zum grauen Star

  • 8. Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)

    Die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) ist eine häufige Augenkrankheit, die in der Regel bei Erwachsenen über 50 Jahren auftritt. Da die AMD schleichend beginnt, bemerken Betroffene in den frühen Stadien der Krankheit zumeist keine Symptome. Das zentrale Sehvermögen nimmt jedoch mit der Zeit ab. Die AMD wird klassischerweise in zwei Formen unterteilt: die trockene und die feuchte Form der AMD.
    Weitere Informationen zur AMD

Das Alter bringt viele Veränderungen mit sich, aber Ihre Sehkraft muss nicht darunter leiden. Wie Sie gelesen haben, können viele der häufigsten altersbedingten Augenveränderungen frühzeitig erkannt und behandelt werden. Regelmässige Augenuntersuchungen sind der Schlüssel, um Ihre Augengesundheit zu bewahren und das Risiko schwerwiegender Erkrankungen zu minimieren – Wir unterstützen Sie dabei.

Dr. med. Darius Madjdpour, Medizinischer Standortleiter

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Welche Untersuchungen sind für die Früherkennung altersbedingter Krankheiten wichtig?

Grüner Star: Um einen grünen Star frühzeitig zu erkennen, messen die Augenspezialist:innen den Augeninnendruck und untersuchen den Zustand des Sehnervenkopfes mit einer Augenspiegelung. Bei Auffälligkeiten untersuchen sie mittels modernster Technologie die Sehnervenfasern und können so einer Erkrankung rechtzeitig vorbeugen.

Altersbedingte Makuladegeneration: Für die Früherkennung der AMD kontrollieren die Fachpersonen die Netzhaut mit einer Lupe. Zudem können sie mit einem Netzhautscanner schon kleinste Vorstufen einer Makuladegeneration erkennen.

Grauer Star:Der graue Star lässt sich einfach und frühzeitig am Spaltlampenmikroskop erkennen.

Ab welchem Alter sind Augenkontrollen empfohlen?

Ab dem 50. Lebensjahr wird eine Augenkontrolle alle 2–3 Jahre empfohlen, ab dem 60. Lebensjahr jährlich. So können Erkrankungen wie grüner Star (Glaukom) oder altersbedingte Makuladegeneration früh erkannt und behandelt werden, damit die Sehkraft möglichst lange erhalten bleibt. Menschen mit Diabetes oder Bluthochdruck sollten ihre Augen besonders regelmässig überprüfen lassen.

Werden die Kosten der Kontrollen von der Krankenkasse übernommen?

Die Rechnung wird in der Regel direkt über die Krankenkasse abgerechnet. Dabei müssen Sie auf die Franchise und den Selbstbehalt achten.